Feuerstelle im Garten: Sicherheit, Arten & Ideen

Ein knisterndes Feuer an lauen Sommerabenden oder ein wärmendes Feuer an kühleren Herbsttagen. Mit einer gemütlichen Feuerstelle verpasst du deinem Garten eine unübertreffliche Atmosphäre. Wer eine Feuerstelle im Garten plant, muss jedoch auch einiges beachten. Wir haben die Infos, worauf es ankommt!
Feuerstelle im Garten – das Wichtigste in Kürze
Das knisternde Geräusch eines offenen Feuers hat auf viele Menschen positive Auswirkungen. Warum sich also nicht auch eine
Eine Feuerstelle schafft Gemütlichkeit und Behaglichkeit.
Dank Feuerstellen können die Abende an kühleren Tagen im Garten verbracht werden.
Feuerstellen schaffen eine Art zusätzlichen Raum, in dem du dich aufhalten kannst.
Feuer spendet Wärme und Licht. Der Blick in ein offenes Feuer lässt Stress verschwinden und führt bei vielen Menschen zur Entspannung.
Eine Feuerstelle lädt zum Grillen ein. So kann die begehrte Grillsaison auch in den Winter verlegt werden.
Sicherheit: Vorkehrungen für Feuerstellen treffen
Wer im eigenen Garten ein offenes Feuer machen möchte, muss sich unweigerlich auch mit so manchen Sicherheitsvorkehrungen und Gesetzesvorschriften auseinandersetzen. Wir haben für dich alle Informationen zusammengefasst:
Gesetzesvorschriften: Ob und in welcher Form offenes Feuer an deinem Wohnort erlaubt ist, ist in bundes- und zusätzlich auch in landesgesetzlichen Regelungen verankert. Bundesweit gilt das Bundesluftreinhaltegesetz. Auf Landesebene sind die Bezirkshauptmannschaften und die Feuerwehr deine idealen Ansprechpartner.
Wer ein Feuer macht, ist dafür verantwortlich: Sollte etwas passieren, kann es teuer werden. Umso wichtiger ist es, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehört auch, sich immer in Sichtweite des Feuers aufzuhalten und für Notfälle ein geeignetes Löschmittel parat zu haben.
Einfluss auf Nachbarn und Co: Deine Nachbarn oder andere Personen dürfen sich durch dein Feuer nicht belästigt fühlen oder sie gar gefährden. Wenn du deine Feuerstelle im Garten platzierst, denke auch an genügend Abstand zu den Nachbarn.
Abstand zu Gebäuden, Bäumen und Hecken: Klar ist, wer eine Feuerstelle plant, muss einen Abstand zu brandgefährdeten Bereichen einhalten. Zu hoch ist die Brandgefahr. Achte somit darauf, dass sich weder Haus, Carport oder Gartenhütte noch Sträucher oder Bäume neben dem offenen Feuer befinden.
Die Rolle der Feuergröße: Große Feuer, wie sie zu Ostern oder zur Sonnenwende üblich sind, sind meistens anmeldepflichtig. Wer eine große Feuerstelle im Garten plant, sollte sich deshalb gut über landesspezifische Regelungen informieren.
Verbote je nach Witterung: Beachte, dass es bei starkem Wind oder extremer Hitze auch ein Feuerverbot in deinem Ort geben kann. Frage dazu am besten immer bei der Feuerwehr oder der Bezirkshauptmannschaft nach.
Finger weg vom Brandbeschleuniger: Häufig unterschätzt und dadurch immer wieder Unfallursache sind Brandbeschleuniger.
Achte auf den passenden Untergrund: Eine Feuerschale kann auch auf dem Rasen platziert werden, hinterlässt durch die Hitze jedoch unschöne Flecken auf dem Gras. Am besten eignet sich für eine Feuerschale deshalb eine gepflasterte oder betonierte Fläche.

Arten von Feuerschalen
Es gibt sie in allen möglichen Formen und Ausführungen. Sich hier zu entscheiden, fällt deshalb vielen schwer. Wir liefern dir wichtige Informationen über die verschiedenen Arten von Feuerstellen, um dir die Entscheidung zu erleichtern.
Feuerschale aus Gusseisen
Gusseisen ist langlebig, stabil und hält hohen Temperaturen sehr gut stand. Es ist somit ein ideales Material für einen Feuerplatz im Garten. Zudem verleiht eine gusseiserne Schale deinem Garten eine gewisse nostalgische Note. Ein großer Vorteil von Gusseisen ist zudem seine Wind- und Wetterbeständigkeit.
Eine Feuerschale aus Gusseisen ist sehr schwer, wodurch du diese auch an stürmischen Tagen guten Gewissens an ihrem Platz stehen lassen kannst. Mit der Zeit entwickelt Gusseisen im Freien eine rostfarbene Patina. Das beeinflusst die Nutzbarkeit der Feuerstelle jedoch kein bisschen, verleiht ihr vielmehr einen rustikalen Touch. Wenn du die Rostschicht vermeiden möchtest, reibe die Feuerstelle regelmäßig mit etwas Öl ein.
Feuerschale aus Edelstahl
Edelstahl ist ein sehr beliebter Werkstoff, er wirkt modern und ist gleichzeitig sehr langlebig. Da ihm die Witterung nicht viel ausmacht und er zudem auch nicht rostet, greifen viele gerne zu einer Feuerstelle aus Edelstahl. Eine Feuerschale aus Edelstahl ist pflegeleicht und kann das ganze Jahr draußen im Freien stehen.
Feuerschale aus Beton
Beton ist ein sehr langlebiges Material. Deine Feuerstelle aus Beton wirst du deshalb über viele Jahre nutzen können. Ein Feuerplatz aus Beton braucht jedoch auch etwas Pflege. Das liegt an der grobporigen Eigenschaft von Beton, wodurch Schmutz und Grillreste leicht haften bleiben.
Feuerschale aus Stahl
Auch Stahl ist ein sehr beliebtes Material, wenn es um Feuerschalen für den Garten geht. Denn Stahl ist robust und hitzeunempfindlich. Der Unterschied zu Edelstahl besteht in der Zusammensetzung: Stahl besteht hauptsächlich aus Eisen und Kohlenstoff, Edelstahl wiederum aus Eisen und Chrom. Diese unterschiedliche Zusammensetzung hat Auswirkungen auf die Merkmale der beiden Materialien. Stahl rostet, ist jedoch relativ günstig.
Feuerschale aus Ton, Terrakotta oder Keramik
Ein Feuerplatz aus Ton, Terrakotta oder Keramik ist sehr natürlich und fügt sich perfekt dem Gartenambiente ein. Ein großes Plus ist das hohe Wärmespeichervermögen. Das macht Feuerschalen aus Ton, Terrakotta oder Keramik ideal für kühlere Tage.
Feuerschalen aus diesen Materialien sind jedoch hitzeempfindlich, je nachdem, welchen Brennstoff du verwendest. Vor allem Holzkohle entwickelt eine sehr hohe Hitze, der eine Feuerstelle aus Keramik, Ton oder Terrakotta nicht immer standhält. Diese natürlichen Materialien sind auch nicht so wetterfest wie Gusseisen, Stahl oder Beton. Wenn du dich für eine Feuerschale aus Keramik entscheidest, sollte sie in der kalten Jahreszeit bei Nichtverwenden eingewintert werden. Bei Frost kann das Material sonst Risse entwickeln oder brechen.

Feuerstelle selber bauen
Du möchtest deiner Feuerstelle im Garten deine ganz persönliche Handschrift verleihen? Dann mach eine Feuerstelle ganz nach deinen Wünschen. Das ist auch gar nicht so schwer. Wir zeigen, wie es geht und was du dafür brauchst:
Material & Hilfsmittel:
Polygonalplatten, Kies oder Pflastersteine
Fugensplitt
Werkzeug:
Spaten
Schaufel
Hammer
Handstampfer oder Gummihammer
Kelle
Wasserwaage
Zierrand oder Mauereinfassung:
Wenn du deine Feuerstelle mit den passenden Steinen umranden oder ummauern möchtest, benötigst du noch folgende Materialien:
Mauersteine oder andere Steine
Mörtel (optional)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Wähle den idealen Platz für deine Feuerstelle
Deine Feuerstelle muss eben sein, sollte sich nicht zu nahe am Haus oder in direkter Nähe von Bäumen befinden.
Schritt 2: Loch ausheben
Du kannst eine eckige oder runde Feuerstelle bauen. Mit einem Durchmesser von 100cm bis 150cm schaffst du dir mit Sicherheit einen neuen Lieblingsplatz im Garten. Mit einem Spaten markierst du den Rand des Feuerplatzes. Hebe nun die Erde aus. Die Lochtiefe richtet sich nach den Steinen, die du verwendest. Sie sollte jedoch eine Tiefe von 15 bis 20cm haben.
Schritt 3: Erde verdichten
Damit die Feuerstelle nicht absacken kann, verdichte den ausgestochenen Bereich mit einem Gummihammer oder einem Handstampfer.
Schritt 4: Untergrund befestigen
Befestige den Untergrund deiner zukünftigen Feuerstelle mit Kies, Pflastersteinen oder Polygonalplatten.
Schritt 5: Zierrand oder Mauereinfassung gestalten
Für einen Zierrand oder eine Mauereinfassung kannst du die Steine trocken setzen oder auch Mörtel verwenden. Solltest du dich für Mörtel entscheiden, ist es ganz wichtig, mit dem ersten Feuer zu warten, bis der Mörtel ganz ausgehärtet ist.

Ideen für Feuerstellen im Garten
Eine Feuerstelle ist viel mehr als nur die Möglichkeit, ein offenes Feuer im Garten machen zu können. Wir geben dir Tipps, wie du deine Feuerstelle perfekt gestalten kannst.
Schaffe mit dem Feuerplatz ein gemütliches Flair in deinem Garten. Überlege deshalb genau, wo der beste Ort für deinen neuen Lieblingsplatz ist.
Du planst bei deiner Feuerstelle eine Mauereinfassung? Dann plane doch gleich eine Sitzgelegenheit mit den gleichen Steinen ein. Wer es lieber urig und rustikal mag, der kann Holzhocker aufstellen.
Wer die Feuerstelle auch gerne zum Grillen nutzen möchte, bedenkt bei der Planung am besten auch gleich die Größe des Grillrosts mit ein.
Für ein Rundum-Konzept bedenke am besten auch gleich, das Feuerholz griffbereit zu haben. Es kann in der Nähe überdacht gelagert werden oder auch, ganz individuell gestaltet, unter einer Sitzbank abgelegt werden.
Es gibt auch Feuerstellen, die gleichzeitig als Tisch fungieren. Das wirkt nicht nur modern, sondern ist auch praktisch.
Gestalte einen hübschen Weg zur Feuerstelle. Damit wird deine Feuerstelle noch mehr Teil des gesamten Gartens und zum absoluten Blickfang.
FAQs
Ist eine Feuerstelle im Garten erlaubt?
Bundes- und landesgesetzliche Regelungen geben Auskunft, ob beziehungsweise in welcher Form an deinem Wohnort offenes Feuer erlaubt ist. Je nach Bauvorhaben und Größe der Feuerstelle können auch weitere Genehmigungen notwendig sein. Achte jedoch immer auf die notwendigen
Kann man eine Feuerschale auf den Rasen stellen?
Ja, das Aufstellen einer Feuerschale auf dem Rasen ist möglich. Durch die starke Hitze wird der Rasen jedoch beschädigt und unschöne Flecken entstehen. Deshalb ist es immer ratsam, eine Feuerschale auf gepflasterten oder betonierten Untergrund zu stellen.
Wie weit muss eine Feuerstelle von den Nachbarn entfernt sein?
Eine Feuerstelle darf umliegende Nachbarn nicht belästigen oder gefährden. Beachte daher unbedingt die Rauch- und Rußentwicklung.












