Das perfekte Blumenbeet anlegen

Blumen sind eine wahre Augenweide. Mit ihren zarten und farbenfrohen Blüten erstrahlen sie in heimischen Gärten. Perfekt in Szene setzen kannst du ein Arrangement an Blumen mit einem wunderschön gestalteten Blumenbeet. Wir zeigen dir, wie du auch in deinem Garten ein üppiges Blumenbeet schaffen kannst.

Blumenbeet anlegen – das Wichtigste in Kürze
Es ist so weit: Dein Garten soll schon bald ein blütenreiches
Für das menschliche Auge wirkt eine Blumenkombination mit verschiedenen Wuchshöhen sehr harmonisch.
Ein Blumenbeet wird zum unübertrefflichen Blickfang, wenn du die Blüten farblich aufeinander abstimmst. Die Komplementärfarben Rot und Grün oder Gelb und Violett wirken in Kombination besonders ansprechend. Ein Arrangement aus orange- und rotfarbenen oder blau- und lilafarbenen Blüten schafft wunderschöne Verläufe.
Mit der richtigen Blumenwahl schaffst du dir ein immer blühendes Blumenmeer, das bereits im Februar seine ersten Blüten zeigt.
Niedrige Blumen sind die perfekte Wahl für eine bezaubernde Beetumrandung.
Mit wechselnden einjährigen Sommerblumen machst du dein Blumenbeet jedes Jahr aufs Neue zum Blickfang.

Blumen fürs Blumenbeet
Die Auswahl an möglichen Blumen für ein wunderschön gestaltetes Blumenbeet ist sehr groß. Wir erklären dir, welche Pflanzengruppen du gut kombinieren kannst.
Ziersträucher
Ziersträucher können sehr hoch werden und nach mehreren Jahren ohne Schnitt beinahe baumartig wirken. Da die meisten Sträucher nicht schnittempfindlich sind, kannst du sie genau deinen Wünschen anpassen. Sehr beliebte Ziersträucher sind Flieder, Sommerflieder, Brautspiere, Rhododendron oder Weigelie. Auch immergrüne Sträucher oder Kleinsträucher können in ein Blumenbeet integriert werden.
Stauden
Johanniskraut, Pfingstrose,Riesen-Lauch oder Rittersporn: Üppige Stauden dürfen in keinem Blumenbeet fehlen. Die Auswahl an schönen Stauden scheint endlos zu sein. Hilfreich ist deshalb, sie passend zum Erdboden abzustimmen. Nur so entfalten sie auch ihre volle Blütenpracht. Bedenke bei der Planung, dass Stauden sehr groß werden können, und berechne den passenden Platz mit ein. Der Vorteil großer Stauden ist, dass Unkraut weniger Chancen hat.
Rosen
Ohne sie kommt kein englischer Garten aus und auch bei uns sind Rosen für eine üppige Beetgestaltung sehr beliebt. Das liegt nicht nur an ihrer besonderen Blütenpracht, sondern auch an den verschiedenen Farbmöglichkeiten: von knallig rot oder orange bis hin zu pastellig rosa. Außerdem gibt es Rosen als kleine Sträucher, aber auch als Kletterpflanze. So ist die perfekte Rose für dein Blumenbeet auch rasch gefunden und kann farblich ideal auf andere Pflanzen abgestimmt werden.
Zwiebelblumen
Im Frühling sehnen sich alle nach Farbe im Garten. Genau das macht Zwiebelblumen so beliebt, sie erstrahlen ganz zu Beginn der Gartensaison. Bereits im Februar geht es los mit dem Blütenmeer. Den Start macht das Schneeglöckchen. Tulpen sind mit ihrer Farbpracht unumstrittene Klassiker der Zwiebelblumen. Typische und sehr beliebte Frühlingsblumen sind auch Narzissen, Hyazinthen und Krokusse.
Viele Zwiebelblumen sind mehrjährig, wodurch du dich zum Frühlingsbeginn jedes Jahr wieder an den schönen Farben erfreuen kannst. Dazu will die Zwiebelblume jedoch auch richtig gepflegt werden. Das Wichtigste ist, die Blätter nach dem Verblühen nicht abzuschneiden, sondern langsam eintrocknen zu lassen. Die Blumenzwiebeln können über den Winter im Erdreich bleiben, jedoch kann es sein, dass Mäuse einige der Zwiebeln anknabbern und so die Blüte im Folgejahr ausbleibt. Zudem sinken die Zwiebeln je nach Bodenbeschaffenheit immer tiefer in die Erde. Nach mehreren Jahren ist für die Pflanze der Weg bis an die Erdoberfläche zu weit.
Möchtest du dich im Frühjahr an den Blüten der Zwiebelblumen erfreuen, muss sie bereits im Herbst davor gepflanzt werden. Ab September bis zum ersten Frost steht der Pflanzung von Zwiebelblumen nichts mehr im Wege.
Sommerblumen
Ein garantiertes Traumbeet erhältst du mit blütenreichen Sommerblumen. Diese Blumen kannst du mit Stauden kombinieren, vereinzelt zwischen anderen Blumen setzen oder auch als Beetumrandung nutzen. Der Vorteil der Sommerblumen liegt jedoch nicht nur in ihrer unübertrefflichen Blütenpracht. Da viele von ihnen nur ein- oder zweijährig sind, kannst du dein Blumenbeet jedes Jahr wieder mit anderen Sommerblumen ausstatten und sorgst so für Abwechslung in deinem Garten. Das eine Jahr kunterbunt, im anderen Jahr alles in Pastelltönen. Dem Hobbygärtnerherz sind bei Sommerblumen keine Grenzen gesetzt. Einen wahren Blütentraum schaffst du beispielsweise mit Dahlien, Petunien, Gerbera, Lavendel oder Vergissmeinnicht.
Ziergräser
Gräser eignen sich perfekt, um dein Blumenbeet um eine sehr spannende Pflanzengruppe zu ergänzen. Als Solitärpflanze liegt der volle Fokus auf dem gewählten Ziergras. Es können auch mehrere kleine Gräser eingesetzt werden. Beachte bei der Wahl der Ziergräser, dass einige Sorten sehr hoch und ausladend werden können. Von großer Beliebtheit sind beispielsweise Riesen-Chinaschilf und Pampasgras. Das Lampenputzergras oder das Japanische Blutgras sind niedrig wachsende Ziergräser, die du schön mit Sommerblumen kombinieren kannst.

Blumenbeet planen: So funktioniert’s!
Blumen kaufen, Blumen einpflanzen und fertig ist das Blumenbeet? Ganz so einfach ist es nicht. Damit du mit deinem neuen Blumenbeet rundum zufrieden bist, sollten einige Überlegungen in die Gestaltung fließen. Wir haben für dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Damit sieht dein Blumenbeet wie vom Profi gemacht aus.
Schritt 1: Standort, Form und Größe festlegen
Beim Blick in den Garten ist den meisten bereits klar, wo das Blumenbeet seinen neuen Platz haben soll. Bei der Standortwahl spielen viele Faktoren eine Rolle: Soll es als Sichtschutz dienen oder soll die Blütenpracht auch vom Hausinneren aus sichtbar sein? Vielleicht soll das Blumenbeet den Garten etwas strukturieren und als Abgrenzung dienen? Neben den Vorstellungen der Hobbygärtner*innen spielen bei der Standortwahl auch die Anforderungen der Pflanzen eine Rolle. Blühende Blumen präferieren sonnige bis halbschattige Standorte. Damit scheiden jene Gartenbereiche, die gänzlich im Schatten liegen, für ein ideales Blumenbeet aus.
Dein neues Blumenbeet kann die unterschiedlichsten Formen haben, von rechteckig oder oval bis hin zu geschwungen. Wähle jene Form, die dir am besten gefällt und zum Gartenbild passt. Um sich vorab einen Eindruck über die Form zu machen, kannst du eine Skizze anfertigen oder die gewünschte Form im Garten mit einem Seil oder Gartenschlauch auslegen.
Übrigens wird ein Blumenbeet sauber eingefasst, um seine Pracht ideal hervorzuheben. Für eine Beeteinfassung eignen sich Steine, Holz, Weide und auch Metall.
Die Größe des Blumenbeets hängt ganz von den örtlichen Gegebenheiten und der Zielsetzung ab. Je mehr Platz du aufwenden kannst, umso üppiger wird das Blumenbeet am Ende erstrahlen. Achte darauf, nach der Pflanzung noch gut zu allen Blumen Zugang zu haben, das erleichtert dir die laufende Gartenarbeit.
Schritt 2: Auswahl und Anordnung der Pflanzen
Bei der Gestaltung eines Blumenbeets solltest du von groß nach klein pflanzen. Sind Stauden oder Sträucher Teil deines Blumenbeets, werden sie zu Beginn gepflanzt. Sommerblumen eignen sich ideal als einseitige Beeteinfassung.
Bedenke bei deiner Planung auch den Pflanzabstand, um die richtige Anzahl von Blumen einzukaufen. Auch der Pflanzzeitpunkt ist bei der Auswahl der Blumen relevant. Zwiebelblumen werden im Herbst gesetzt, Sommerblumen wollen erst nach draußen, sobald die Frostgefahr überstanden ist.
Eine große Rolle spielt bei der Blumenwahl selbstverständlich die Farbgestaltung. Hier lohnt sich ein Blick auf den Farbkreis, um die Blumen perfekt aufeinander abzustimmen. Gut kombinieren kannst du gegenüberliegende Farben wie Rot und Grün oder Gelb und Violett. Soll dein Blumenbeet schöne Farbverläufe aufweisen, wähle Farben, die im Farbkreis nebeneinanderliegen.
Schritt 3: Boden vorbereiten
Jetzt geht es an die Gartenarbeit. Markiere an der gewünschten Stelle mit einem Spaten den Rahmen deines zukünftigen Blumenbeets. So erkennst du bereits vorab, ob du mit der Form zufrieden bist oder ob sie noch angepasst werden muss. Entferne nun die Grasnarbe. Für ein sehr großes Blumenbeet kann für diesen Schritt ein sogenannter Rasenschäler eingesetzt werden, der dir die Arbeit erleichtert. Ansonsten funktioniert das Abtragen auch mit Spaten und Schaufel. Ist der Rasen entfernt, muss er noch von Unkraut, größeren Steinen und Ästen befreit werden. Je mehr Wurzelballen des unliebsamen Unkrauts du bei diesem Schritt entfernst, desto weniger Arbeit hast du im Nachhinein.
Grabe nun die Erde leicht um, große Erdbrocken kannst du einfach mit dem Spaten zerkleinern. Meist ist die vorhandene Erde für ein Blumenbeet nicht optimal. Die Erde im Blumenbeet sollte locker und wasserdurchlässig sein. Staunässe schadet den Blumen und kann auch zu deren Verfaulen führen. Für einen nährstoffreichen Boden reichere die Erde mit Humus und Kompost an und verteile sie gleichmäßig mit einem Rechen. Soll dein Blumenbeet am Ende mit Kieselsteinen gefüllt werden, reichere den Boden mit Kompost und Sand an.
Schritt 4: Blumen einpflanzen und düngen
Bevor du die Blumen einpflanzt, ist es ratsam, sie in einen Kübel Wasser zu stellen, sodass die Wurzeln bereits vorab viel Wasser aufnehmen können. Stelle die Blumen dann im Beet auf und halte dabei die Pflanzabstände ein. Bevor es mit dem Einpflanzen losgeht, überprüfe das Arrangement noch einmal von allen Seiten. Jetzt kann das Einpflanzen beginnen.
Schritt 5: Bewässerung
Sind alle Blumen wie gewünscht gepflanzt, folgt das Angießen. Das ermöglicht es den Blumenwurzeln, sich im Erdreich gut zu entwickeln. Gleichzeitig setzt sich durch das Angießen die Erde. Fülle entstandene Erdgruben mit etwas Erde auf.

Blumenbeet pflegen: Darauf solltest du achten!
Ein Blumenbeet ist wunderschön. Um in seiner vollen Pracht erstrahlen zu können, will es regelmäßig gepflegt werden. Der Pflegeaufwand ist stark von den gewählten Blumen abhängig. Wir haben für dich ein paar hilfreiche Tipps für die ideale Pflege der Pflanzen:
1. Regelmäßig und zur richtigen Zeit mit Wasser versorgen: Gieße die Blumen nicht, wenn die pralle Sonne auf sie scheint. Die beste Zeit zum Gießen ist morgens oder abends.
2. Gieße das Erdreich und spare Blätter und Blüten aus: Häufig wird mit Gießkanne oder Gartenschlauch breitflächig über die Blumen gegossen. Dadurch bekommen auch Blätter und Blüten direkt Wasser ab. Das bekommt aber nicht allen Blumen. Die ideale Bewässerung führt über das Erdreich.
3. Blumen brauchen Nährstoffe, um perfekt gedeihen zu können: Mach dir Notizen, wann welche Blumen Dünger benötigen. So stellst du sicher, nicht aufs Düngen zu vergessen.
4. Die passende Standortwahl reduziert den Pflegeaufwand: So richtig gedeihen können Blumen, wenn sie am passenden Standort gepflanzt werden. Dadurch hältst du auch den Pflegeaufwand gering.
5. Rindenmulch und Gartenvlies schützen vor Unkraut: Die Blumen wachsen endlich, doch dann kommt auch schon das Unkraut hervor. Jetzt heißt es regelmäßig zupfen, um den Aufwand überschaubar zu halten. Vor der Pflanzung ist es ratsam, die Fläche mit Unkrautvlies auszulegen. Zusätzlich kannst du über die Erde eine Schicht Rindenmulch geben, dadurch hat Unkraut weniger Chancen und die Erde darunter bleibt länger feucht.

Blumenbeet planen: Wertvolle Tipps & Tricks!
Wir haben für dein Blumenbeet noch einige wertvolle Tipps und Tricks:
Jedes Blumenbeet will gepflegt werden: Bist du im Sommer meist zu einer bestimmten Zeit auf Urlaub? Dann kannst du die Blumenwahl vorab darauf abstimmen und sich die Arbeit ersparen. Außerdem entgeht dir so auch nicht die Blütenpracht.
Hast du in deinem Garten Bäume gepflanzt, kannst du auch diese in dein Blumenbeet integrieren. So wirkt die Gartengestaltung wie aus einem Guss.
Immergrüne Bodendecker oder Rindenmulch schützen dein Blumenbeet in leichter Hanglage vor Bodenerosion.
Du hast ganz bestimmte Lieblingsblumen, die in deinem neuen Blumenbeet auf keinen Fall fehlen dürfen? Dann startest du bei der Blumenwahl mit diesen und ergänzt sie um passende Blumen, Rosen, Stauden, Ziersträucher oder Gräser.
Häufig gestellte Fragen zu Blumenbeeten
Wie legt man ein Blumenbeet richtig an?
Ein kreatives und schönes Blumenbeet ist das Ergebnis vieler Überlegungen. Vor der Pflanzenauswahl werden Standort, Größe und Form festgelegt. Die Blumen können nach Blütezeit, Blütenfarbe, Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit und Wasser- sowie Sonnenbedarf aufeinander abgestimmt werden. Vor der Bepflanzung werden alle gewünschten Blumen auf dem Blumenbeet nach Wuchshöhe, beginnend mit der größten, arrangiert. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung begleitet dich bei deiner Beetanlage.
Welche Blumen eignen sich für ein Blumenbeet?
Für ein Blumenbeet kannst du
Wann ist die beste Zeit, ein Blumenbeet anzulegen?
Der beste Zeitpunkt, ein Blumenbeet anzulegen, ist der Frühling, wenn die Erde frostfrei ist. du kannst auch im Herbst mit der Beetanlage beginnen. Zu dieser Zeit werden Zwiebelblumen gesetzt. Um Sommerblumen kannst du dein Beet im darauffolgenden Frühjahr erweitern. Sträucher und Stauden können sowohl im Herbst als auch im Frühjahr gepflanzt werden.
Wie groß sollte ein Blumenbeet sein?
Je mehr Platz du für dein Blumenbeet hast, umso üppiger und opulenter ist das Endergebnis. Doch auch mit kleinen Blumenbeeten kannst du in deinem Garten wunderschöne Akzente setzen. Zudem eignen sich kleine Beete hervorragend, um zu experimentieren und sie auf Wunsch zu erweitern.











