Dirndlfarben & Trends

Feminin, figurbetont und immer etwas ganz Besonderes – das moderne Dirndl ist ein Must-have für Modebewusste. Schon längst ist Trachtenmode nicht mehr nur Ausdruck regionaler Verbundenheit, sondern ein modisches Statement. Sie wird zu Hochzeiten genauso getragen wie zu einem Besuch beim Heurigen. Aber welche Dirndl-Trends und Dirndlfarben sind aktuell besonders beliebt? Das erfährst du hier.
Dirndlfarben Trend 1: dunkle Beerentöne
Heuer sehr angesagt sind Dirndln in Himbeerrot oder anderen Beerentönen. Mutige greifen zu einem Dirndl in einem besonders leuchtenden Himbeerrot. Ganz egal, für welchen Beerenton du dich entscheidest, diese Dirndlfarben strahlen alle Wärme und Femininität aus. Kombiniert mit einer Schürze in einer hellen Farbnuance ist das Outfit ein wahres Highlight.
Dirndln in Himbeertönen eignen sich übrigens für das ganze Jahr. Ein weiteres Plus: Das beerige Magenta passt sowohl zu blonden Haaren als auch zu braunen oder schwarzen.

Dirndlfarben Trend 2: helle Naturtöne
Sand, Greige, Creme, Puder, Rosé oder Champagne: Du kannst dich einfach nicht entscheiden? Kein Wunder, Creme- und Beigetöne sind schmeichelnde Farben, die Natürlichkeit pur vermitteln, perfekt also für ein Dirndl.
Erlaubt sind alle Creme- und Beigetöne, die auch mit erdigen Brauntönen sehr gut harmonieren. Achte lediglich darauf, nicht zu viele verschiedene Farbreihen zu kombinieren, das kann selbst bei Naturtönen unruhig wirken. Vielmehr empfiehlt es sich, einer Farbreihe treu zu bleiben und dabei unterschiedliche Nuancen zu wählen.
Einen großen Vorteil haben Dirndln in Naturtönen zusätzlich: Sie passen zu jedem Haut- und Haartyp.
Dirndlfarben Trend 3: knallige Trendfarben
Bunt, knallig, trendig – so soll dein Dirndl sein? Wer mit seinem Dirndl gerne auffallen möchte, kann heuer zu knalligen Farben greifen und liegt damit voll im Trend. Ein kräftiges Pink dominiert aktuell die Modebranche und ist auch eine beliebte Dirndlfarbe.
Zum absoluten Hingucker auf jedem Event wird dein pinkfarbenes Dirndl, wenn du es mit knalligen Gelb- oder Blautönen kombinierst. Apropos Gelb, auch das ist eine der top Dirndlfarben dieser Saison. Gepaart mit einer Schürze in Blau, ruhigem Cremeton oder intensivem Grün ist das modische Ensemble perfekt.
Eine kräftige und strahlende Farbe, die bei Dirndln immer top ist, ist ein knalliges Rot. Damit ist dein Dirndl auffallend und gleichzeitig klassisch schön.

Dirndlfarben Trend 4: Blumenprints
Ob kleine, dezente Prints in Pastell- und Naturfarben oder große Blumenmuster in auffallenden Farben – Blumenprints sind wie gemacht für Dirndlkleider und heuer ein Trend, an dem es kein Vorbeikommen gibt. Kombinierst du dein Dirndl im Blumenprint am besten mit einfarbigen Schürzen. Für Eleganz pur kannst du auch zu einer Schürze aus Spitze oder Seide greifen.
Dirndlfarben Trend 5: dunkle Töne in Kombination mit Lederoptik
Dunkle Dirndlfarben wie Olivgrün, Weinrot oder Dunkelbraun sind zeitlos und vermitteln Bodenständigkeit. Zu einem unübertrefflichen Highlight werden Dirndln in dunklen Farben durch eine Kombination mit Leder. Das peppt dein Dirndl so richtig auf und vermittelt zudem Modernität.
Mit diesem Look sind dir neidische Blicke außerdem garantiert. Erlaubt ist bei diesem Trend übrigens nicht nur Glatt-, sondern auch Veloursleder.
Aus welchem Stoff sollte das Dirndl sein?
Dirndln werden aus den unterschiedlichsten Stoffen hergestellt. Für welchen Stoff du dich entscheidest, ist ganz deinem Geschmack überlassen. Wichtig ist, dass du dich darin wohlfühlst.
Baumwolle ist sehr atmungsaktiv und als Dirndlstoff deshalb schon immer ein Renner. Besonders luftdurchlässig ist Leinen, doch ist dieser natürliche Stoff etwas kostspieliger als Baumwolle. Wer es besonders luxuriös mag, der greift bei einem Dirndl zu Seide. Ein Chanel-Stoff verleiht deinem Dirndl automatisch ein interessantes Farb- und Musterspiel.
Besonders auffallend sind Dirndln aus Samt oder Leder. Der Samt-Trend ist jedoch wieder etwas rückläufig, wohingegen Leder in den kommenden Jahren an Beliebtheit noch zulegen wird. Achte bei Leder unbedingt auf die Qualität. Weiches Leder schmiegt sich dem Körper an und macht das Dirndl zum absoluten Eyecatcher.
Die Hochwertigkeit der Materialien ist allerdings bei jedem Dirndl ausschlaggebend. Nur so wirst du dich lange an deinem Dirndl erfreuen.

Welche Stilbrüche sind beim Dirndl-Styling erlaubt?
Entweder ganz traditionell oder durch und durch modern? Nein, im Gegenteil: Der Mix macht dein Trachtenoutfit erst so richtig spannend. Von sportlich bis schick ist heute alles möglich. Passe den Mix vor allem dem Anlass an. Willst du dein Dirndl zu einem lockeren Event ausführen, gibt es kaum Vorschriften. Neben auffallend hohen Schuhen kannst du dein Outfit genauso mit coolen Birkenstock komplettieren.
Auch bei der Frisur ist alles erlaubt. Ein Dirndl bedeutet bereits lange nicht mehr automatisch das Tragen einer Flechtfrisur. Wenn du zu einer hochgeschlossenen Bluse greifst, betont eine Hochsteckfrisur dein Outfit. Bei einem freizügigen Outfit kannst du dein Haar ruhig offen tragen. Besonders beliebt sind in diesem Fall leichte Locken oder Wellen.
Und wie sieht es mit der Tasche aus? Irgendwo müssen ja auch zumindest noch Handy, Geldbörse und Schlüssel verstaut werden. Die im Dirndl integrierten Eingrifftaschen reichen dafür nur selten aus. Mit der richtigen Tasche kannst du die Aufmachung deines Dirndls noch einmal unterstreichen. Eine Clutch oder kleine Umhängetaschen eignen sich genauso wie große Handtaschen mit Henkel. Der Stil muss dabei keinesfalls dem traditionellen Trachtenlook folgen. Simple und moderne Taschen aus Glattleder sind genauso die ideale Ergänzung wie textile Handtaschen im Vintage-Look.
Zu guter Letzt wird meist noch etwas Schmuck angelegt. Was aber passt zum Dirndl? Bleibe hier deiner Linie treu. Trägst du gerne opulenten und großen Schmuck? Dann kannst du ihn auch zu deinem Dirndl tragen. Ohrschmuck kommt bei Hochsteckfrisuren besonders gut zur Geltung. Wenn du beim Schmuck nicht auf das Trachten-Flair verzichten möchtest, kannst du zu Halsketten, Armbändern, Ringen oder Ohrringen mit einem Trachtensymbol greifen. Die beliebtesten Symbole sind seit Jahrzehnten das Herz, der Hirschkopf und die Brezn. Ein sehr natürlicher Schmuck zum Dirndl ist der in den letzten Jahren sehr beliebt gewordene Blumenkranz im Haar. Er wirkt lieblich und zugleich verspielt.
Welche Dirndl-No-Gos gibt es?
Beim Dirndltragen scheint heute alles erlaubt zu sein. So ein paar No-Gos gibt es aber dennoch. Wir haben für dich Tipps, worauf du achten solltest:
Passform: Die perfekte Passform ist das A und O bei jedem Dirndl. Sitzt es nicht gut, fällt das sofort auf, egal wie schön es auch sein mag. Nimm dir zum Anprobieren somit genug Zeit.
Haferlschuhe: Dieses traditionelle Schuhwerk galt früher als die einzig mögliche Wahl zu einem Dirndl. Heutzutage sieht das ganz anders aus. Wer es bei der Trachtenmode zu traditionell angeht, lässt schnell das gesamte Outfit langweilig aussehen. Statt zu Haferlschuhen greifen viele deshalb zu klassischen Pumps oder Ballerinas.
Chucks: Dieser Dauerfavorit ist Klassiker- und Trend-Schuh zugleich und wird selbst mit Hochzeitskleidern kombiniert. Wie sieht das aber bei einem Dirndl aus? Gegen eine Kombi aus Dirndl und Chucks oder Sneakers spricht heutzutage nichts mehr. Achte lediglich darauf, ein schlichtes Modell ohne viel Spielerei zu wählen. Die Schuhe sind bereits durch ihre lässige Art etwas Besonderes und brauchen zu einem Dirndl keine kräftigen Farben.
Carmenblusen: Die schulterfreie Carmenbluse ist längst kein Must-have mehr, wenn es um die perfekte Bluse zu einem Dirndl geht. Aktuell besonders angesagt sind hochgeschlossene Blusen. Sie verleihen deinem Dirndl-Outfit unübertreffliche Raffinesse und Eleganz. Auch bei der Ärmellänge gibt es keine Vorschriften, ob lang- oder kurzarm, ist ganz dir überlassen.
Dirndllänge: Dirndl erhältst du mittlerweile in Mini, Midi und Maxi. Wann du zu welcher Dirndllänge greifen solltest, hängt vor allem vom Anlass ab. Maxi-Dirndln gehen circa bis zum Knöchel. Sie wirken sehr festlich und sind gleichzeitig edle Outfits für die Freizeit. Bei Midi-Dirndln geht der Rock bis kurz über die Knie. Diese Länge geht immer und überall. Ein bisschen anders sieht das bei Mini-Dirndln aus. Sie enden knapp über dem Knie und sind der ideale Begleiter für legere Events. Achte besonders bei Mini-Dirndln darauf, dass sie nicht zu kurz sind. Je nach Schnitt und Körpergröße kann das Dirndlkleid schnell auch zu knapp ausfallen. Als Faustregel solltest du dir beim Mini-Dirndl merken, dass es zumindest knieumspielend sein sollte.
Unterrock: Der Unterrock verleiht deinem Dirndl Volumen und das besondere Etwas. Pflicht ist er aber nicht. Auch wenn es heutzutage beim Dirndl nur noch wenige Vorschriften gibt, ist eine immer noch einzuhalten: Der Unterrock endet circa drei Zentimeter oberhalb des Rocksaums. Er ist unter dem Dirndl also nur in der Bewegung zu sehen.
Schürze: Bei der Schürze ist es ganz wichtig, wie auch schon beim Unterrock, auf die ideale Länge zu achten. Die Schürze reicht niemals über das Dirndl. Vielmehr endet sie rund zwei bis drei Zentimeter oberhalb des Rocksaums. Ein weiteres wichtiges Merkmal, auf das du bei der Schürze immer achten solltest, ist, wo und wie du die Schleife bindest.


