Mit Gott hinter Gittern

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Produktdetails

Gefangene zu besuchen, zählt zu den „sieben Werken der Barmherzigkeit“ und zu einem pastoralen Grundanliegen der katholischen Kirche. In der SBZ und DDR bemühten sich Kirche und Caritas, Zugang zu den Häftlingen in den Strafvollzugsanstalten zu erhalten, um seelsorglich wirken zu können. Dabei waren sie der Willkür der Strafvollzugsorgane ausgesetzt. Meist wurde nur die Heilige Messe erlaubt, Einzelseelsorge war kaum und wenn, dann nur unter Aufsicht möglich, Beichtgespräche nicht gestattet. Schließlich wurden in den Hafteinrichtungen die Gottesdienstmöglichkeiten immer mehr eingeschränkt, Priestern der Zutritt verwehrt und Gefangene mit ihren religiösen Bedürfnissen alleingelassen, obwohl die Seelsorge in Anstalten durch die Verfassung der DDR eigentlich garantiert war. Anhand der Gefängnisseelsorge wird daher deutlich, wie sehr die Religionsfreiheit in der DDR behindert wurde. Erst im Herbst 1989, als die Friedliche Revolution auch hinter die Gefängnismauern drang und durch Revolten und Hungerstreiks die Situation in den Strafanstalten zu eskalieren drohte, waren die Gefängnisseelsorger als Vermittler und Anwalt für die aus der Gesellschaft Ausgeschlossenen gefragt.

Infotabelle

Produktspezifikationen

Autor
Martin Fischer
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
504
Erscheinungsdatum
2026-06-01
Verlag
Echter

Produktkennung

Artikelnummer m0000R6VUP
EAN 9783429068691
GTIN 09783429068691

Zusatzinfo und Downloads

Gefangene zu besuchen, zählt zu den „sieben Werken der Barmherzigkeit“ und zu einem pastoralen Grundanliegen der katholischen Kirche. In der SBZ und DDR bemühten sich Kirche und Caritas, Zugang zu den Häftlingen in den Strafvollzugsanstalten zu erhalten, um seelsorglich wirken zu können. Dabei waren sie der Willkür der Strafvollzugsorgane ausgesetzt. Meist wurde nur die Heilige Messe erlaubt, Einzelseelsorge war kaum und wenn, dann nur unter Aufsicht möglich, Beichtgespräche nicht gestattet. Schließlich wurden in den Hafteinrichtungen die Gottesdienstmöglichkeiten immer mehr eingeschränkt, Priestern der Zutritt verwehrt und Gefangene mit ihren religiösen Bedürfnissen alleingelassen, obwohl die Seelsorge in Anstalten durch die Verfassung der DDR eigentlich garantiert war. Anhand der Gefängnisseelsorge wird daher deutlich, wie sehr die Religionsfreiheit in der DDR behindert wurde. Erst im Herbst 1989, als die Friedliche Revolution auch hinter die Gefängnismauern drang und durch Revolten und Hungerstreiks die Situation in den Strafanstalten zu eskalieren drohte, waren die Gefängnisseelsorger als Vermittler und Anwalt für die aus der Gesellschaft Ausgeschlossenen gefragt.

Produktspezifikationen

Autor
Martin Fischer
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
504
Erscheinungsdatum
2026-06-01
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Echter

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GTIN 09783429068691

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