Legitimität der jüdischen Aufklärung

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Produktdetails

Die infolge der Krise der liberalen deutsch jüdischen Kultur einsetzende Renaissance der jüdischen Theologie versteht sich auch als politische Reorientierung. Hermann Cohens „Religion der Vernunft“ von 1918 versuchte noch, eine Synthese von kantischer Aufklärung und prophetischer Theologie zu entwerfen, die eine Rettung der jüdischen Nation im Rahmen der messianischen Utopie der Aufklärung vorsieht. Dagegen fordern die verschiedenen Versionen der politischen Orthodoxie (Isaak Breuer, Elias Bickermann) und der national zionistischen politischen Theologien (Jacob Klatzkin, Gershom Scholem) – zumal angesichts der aufziehenden nationalsozialistischen Gefahr - einen Auszug aus dieser säkular - liberalen Kultur. Gegen die sich abzeichnende Konfrontation zwischen der Orthodoxie und dem säkularen Zionismus versuchen der spätere Gerschom Scholem und vor allem Martin Buber eine neue Version der jüdischen Aufklärung als Dialog zwischen Philosophie und Theologie zu entwerfen. Diese Legitimation der jüdischen Moderne entspricht tatsächlich einer „postsäkularen“ Legitimation von Hermann Cohens ethischer Theologie auf zionistischer Grundlage.

Infotabelle

Produktspezifikationen

Autor
Christoph Schmidt
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
246
Erscheinungsdatum
2026-03-17
Verlag
De Gruyter

Produktkennung

Artikelnummer m0000SPRTD
EAN 9783111335735
GTIN 09783111335735

Zusatzinfo und Downloads

Die infolge der Krise der liberalen deutsch jüdischen Kultur einsetzende Renaissance der jüdischen Theologie versteht sich auch als politische Reorientierung. Hermann Cohens „Religion der Vernunft“ von 1918 versuchte noch, eine Synthese von kantischer Aufklärung und prophetischer Theologie zu entwerfen, die eine Rettung der jüdischen Nation im Rahmen der messianischen Utopie der Aufklärung vorsieht. Dagegen fordern die verschiedenen Versionen der politischen Orthodoxie (Isaak Breuer, Elias Bickermann) und der national zionistischen politischen Theologien (Jacob Klatzkin, Gershom Scholem) – zumal angesichts der aufziehenden nationalsozialistischen Gefahr - einen Auszug aus dieser säkular - liberalen Kultur. Gegen die sich abzeichnende Konfrontation zwischen der Orthodoxie und dem säkularen Zionismus versuchen der spätere Gerschom Scholem und vor allem Martin Buber eine neue Version der jüdischen Aufklärung als Dialog zwischen Philosophie und Theologie zu entwerfen. Diese Legitimation der jüdischen Moderne entspricht tatsächlich einer „postsäkularen“ Legitimation von Hermann Cohens ethischer Theologie auf zionistischer Grundlage.

Produktspezifikationen

Autor
Christoph Schmidt
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
246
Erscheinungsdatum
2026-03-17
Verlag
De Gruyter

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Artikelnummer m0000SPRTD
EAN 9783111335735
GTIN 09783111335735

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