Amplifiziertes legendarisches Erzählen

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Produktdetails

Reinbot von Durne bezeichnet seine Georgslegende als eine ‚Blume der Wahrheit‘. Entsprechend ‚geblümt‘ und sprachlich verziert fällt denn auch seine Erzählung über das Leben und Martyrium des Heiligen aus. Aber ist es überhaupt angemessen, eine geistliche Wahrheit in solchem Maße auszuschmücken? Gemeinhin gilt doch, dass Legenden gemäß dem biblischen Ideal des sermo humilis auf allzu ausladende Verzierungen des Geschriebenen verzichten sollten. Dennoch gibt es Legenden, in denen eine geschmückte und ausführliche Redeweise für den heiligen Erzählgegenstand geltend gemacht wird. Im Sinne der lateinischen Dichtungslehren des 12. und 13. Jahrhunderts wenden sie Verfahren der amplificatio an. Die amplificatio ist – so die These – das dezidierte Mittel der Wahl, um der erzählten Heiligkeit epische Plausibilität zu verleihen. Drei amplifizierte Beispiele nimmt die folgende Arbeit in den Blick: Neben dem Heiligen Georg werden Heinrichs von Veldeke Sente Servas und Rudolfs von Ems Barlaam und Josaphat vor dem Hintergrund ihrer lateinischen Texttradition behandelt. Ein besonderer Fokus der Analyse liegt auf amplifizierenden Wiederholungstechniken.

Infotabelle

Produktspezifikationen

Autor
Julius Herr
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
325
Erscheinungsdatum
2026-03-02
Verlag
De Gruyter

Produktkennung

Artikelnummer m0000SDXD9
EAN 9783119141918
GTIN 09783119141918

Zusatzinfo und Downloads

Reinbot von Durne bezeichnet seine Georgslegende als eine ‚Blume der Wahrheit‘. Entsprechend ‚geblümt‘ und sprachlich verziert fällt denn auch seine Erzählung über das Leben und Martyrium des Heiligen aus. Aber ist es überhaupt angemessen, eine geistliche Wahrheit in solchem Maße auszuschmücken? Gemeinhin gilt doch, dass Legenden gemäß dem biblischen Ideal des sermo humilis auf allzu ausladende Verzierungen des Geschriebenen verzichten sollten. Dennoch gibt es Legenden, in denen eine geschmückte und ausführliche Redeweise für den heiligen Erzählgegenstand geltend gemacht wird. Im Sinne der lateinischen Dichtungslehren des 12. und 13. Jahrhunderts wenden sie Verfahren der amplificatio an. Die amplificatio ist – so die These – das dezidierte Mittel der Wahl, um der erzählten Heiligkeit epische Plausibilität zu verleihen. Drei amplifizierte Beispiele nimmt die folgende Arbeit in den Blick: Neben dem Heiligen Georg werden Heinrichs von Veldeke Sente Servas und Rudolfs von Ems Barlaam und Josaphat vor dem Hintergrund ihrer lateinischen Texttradition behandelt. Ein besonderer Fokus der Analyse liegt auf amplifizierenden Wiederholungstechniken.

Produktspezifikationen

Autor
Julius Herr
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
325
Erscheinungsdatum
2026-03-02
Verlag
De Gruyter

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Artikelnummer m0000SDXD9
EAN 9783119141918
GTIN 09783119141918

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