Spinoza in 60 Minuten

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Produktdetails

Der niederländische Philosoph Baruch de Spinoza (1632-1677) hatte einen radikalen Kerngedanken: Die Natur und Gott seien ein und dasselbe -eine gewaltige, unpersönliche Kraft, die nicht in das Leben der Menschen eingreife. Das Universum folge lediglich seinen eigenen ehernen Naturgesetzen; denn, so Spinoza, "die Macht der Natur ist eben die Macht Gottes (...)." Als Albert Einstein gefragt wurde, ob er an Gott glaube, antwortete er: "Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der geordneten Harmonie des Bestehenden offenbart, nicht an einen Gott, der sich um Schicksale und Taten der Menschen kümmert." Tatsächlich ist Gott für Spinoza und Einstein keine über allem schwebende Macht, die uns nach dem Tod belohnt oder bestraft, sondern die dem Universum zugrunde liegende Naturgesetzmäßigkeit. Da Gott somit gemäß Spinoza nichts anderes ist als die Naturgesetze selbst, könne es auch keine Wunder geben, bei denen Gott den natürlichen Ablauf auf wundersame Weise verändert: "Wenn jemand behauptete, Gott tue etwas gegen die Gesetze der Natur, dann müsste er unausweichlich zugleich behaupten, Gott handle gegen seine eigene Natur." Für diese Aussagen wurde Spinoza von seinen Zeitgenossen exkommuniziert, und seine Bücher wurden verboten. Für die einen ist er Atheist, weil er keinen persönlichen Gott kennt; manche halten ihn sogar für einen Materialisten. Für andere ist er ein konsequenter Rationalist und Vordenker der Aufklärung, da er bereits die Meinungsfreiheit forderte. In jedem Fall stellte er die zentrale Frage, wie die uns umgebende äußere und die innere Natur des Menschen funktionieren - und wie man sie in Einklang bringen kann. Spinozas Affektenlehre gehört bis heute zu den Grundlagen der Psychologie. Warum aber sprechen Spinoza und Einstein überhaupt von Gott und lassen den Begriff nicht einfach weg? Spinoza macht gegen Ende seines Hauptwerkes eine Aussage, die seine Philosophie noch einmal in ein neues Licht rückt: Er fordert uns auf, die Natur und das gesamte...

Infotabelle

Produktspezifikationen

Autor
Walther Ziegler
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
136
Erscheinungsdatum
2026-01-26
Verlag
BoD – Books on Demand

Produktkennung

Artikelnummer m0000S0X12
EAN 9783819276170
GTIN 09783819276170

Zusatzinfo und Downloads

Der niederländische Philosoph Baruch de Spinoza (1632-1677) hatte einen radikalen Kerngedanken: Die Natur und Gott seien ein und dasselbe -eine gewaltige, unpersönliche Kraft, die nicht in das Leben der Menschen eingreife. Das Universum folge lediglich seinen eigenen ehernen Naturgesetzen; denn, so Spinoza, "die Macht der Natur ist eben die Macht Gottes (...)." Als Albert Einstein gefragt wurde, ob er an Gott glaube, antwortete er: "Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der geordneten Harmonie des Bestehenden offenbart, nicht an einen Gott, der sich um Schicksale und Taten der Menschen kümmert." Tatsächlich ist Gott für Spinoza und Einstein keine über allem schwebende Macht, die uns nach dem Tod belohnt oder bestraft, sondern die dem Universum zugrunde liegende Naturgesetzmäßigkeit. Da Gott somit gemäß Spinoza nichts anderes ist als die Naturgesetze selbst, könne es auch keine Wunder geben, bei denen Gott den natürlichen Ablauf auf wundersame Weise verändert: "Wenn jemand behauptete, Gott tue etwas gegen die Gesetze der Natur, dann müsste er unausweichlich zugleich behaupten, Gott handle gegen seine eigene Natur." Für diese Aussagen wurde Spinoza von seinen Zeitgenossen exkommuniziert, und seine Bücher wurden verboten. Für die einen ist er Atheist, weil er keinen persönlichen Gott kennt; manche halten ihn sogar für einen Materialisten. Für andere ist er ein konsequenter Rationalist und Vordenker der Aufklärung, da er bereits die Meinungsfreiheit forderte. In jedem Fall stellte er die zentrale Frage, wie die uns umgebende äußere und die innere Natur des Menschen funktionieren - und wie man sie in Einklang bringen kann. Spinozas Affektenlehre gehört bis heute zu den Grundlagen der Psychologie. Warum aber sprechen Spinoza und Einstein überhaupt von Gott und lassen den Begriff nicht einfach weg? Spinoza macht gegen Ende seines Hauptwerkes eine Aussage, die seine Philosophie noch einmal in ein neues Licht rückt: Er fordert uns auf, die Natur und das gesamte...

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Autor
Walther Ziegler
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gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
136
Erscheinungsdatum
2026-01-26
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BoD – Books on Demand

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