Rost war die Farbe der Zeit

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Produktdetails

Linde Rotta zeichnet ihn ihrem erzählenden Essay die Auseinandersetzungen um das Bild »Aufrecht stehen« von Reinhard Minkewitz mit großer Genauigkeit und Klarheit nach. »Rost war die Farbe der Zeit« ist ein dokumentarischer und zugleich sehr persönlicher Text. Der Student Herbert Belter begehrt 1950 öffentlich gegen den undemokratischen Charakter der Volkskammerwahl auf. Er wird verhaftet und 1951 in Moskau hingerichtet. Andere Leipziger Studenten prangern die zunehmend repressive Immatrikulationspolitik der SED an, wollen sich nicht schon wieder einer alles unterdrückenden Ideologie beugen. Sie kommen für Jahre ins Gefängnis oder werden zu Zwangsarbeit verpflichtet – Werner Ihmels, Wolfgang Natonek, Georg Schmutzler sind nur einige von ihnen. Die Wissenschaftler Hans Mayer und Ernst Bloch haben sich zu vehement für freies Denken und eine offene Sprache eingesetzt. Zwar werden sie nicht verhaftet, dazu sind sie international zu bekannt, sie kehren »freiwillig« in die Bundesrepublik zurück. Diese Personen wollte Erich Loest, stellvertretend für andere Opfer der Karl-Marx-Universität, auf einem Gemälde gewürdigt wissen. Es sollte seinen Platz im neuen Gebäude der heutigen Freien Universität Leipzig finden. Dort hing bereits die großformatige Arbeit des Leipziger Malers Werner Tübke, »Arbeiterklasse und Intelligenz«, dereinst von der SED in Auftrag gegeben. Sie huldigt nicht nur studentischer Jugend, sondern SED-Funktionären, parteistrammen Professoren und obendrein Paul Fröhlich, einem Schergen und Täter. Doch die Universität sträubte sich lang gegen Erich Loests Intention, die Opfer zu würdigen. Linde Rotta erinnert mit Ihrem Text zudem an das Arbeitsmotto Erich Loests: »Eine Geschichte, die nicht aufgeschrieben wird, existiert nicht.«

Infotabelle

Produktspezifikationen

Autor
Linde Rotta
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
244
Erscheinungsdatum
2026-02-12
Verlag
Gans Verlag

Produktkennung

Artikelnummer m0000S8QS2
EAN 9783946392675
GTIN 09783946392675

Zusatzinfo und Downloads

Linde Rotta zeichnet ihn ihrem erzählenden Essay die Auseinandersetzungen um das Bild »Aufrecht stehen« von Reinhard Minkewitz mit großer Genauigkeit und Klarheit nach. »Rost war die Farbe der Zeit« ist ein dokumentarischer und zugleich sehr persönlicher Text. Der Student Herbert Belter begehrt 1950 öffentlich gegen den undemokratischen Charakter der Volkskammerwahl auf. Er wird verhaftet und 1951 in Moskau hingerichtet. Andere Leipziger Studenten prangern die zunehmend repressive Immatrikulationspolitik der SED an, wollen sich nicht schon wieder einer alles unterdrückenden Ideologie beugen. Sie kommen für Jahre ins Gefängnis oder werden zu Zwangsarbeit verpflichtet – Werner Ihmels, Wolfgang Natonek, Georg Schmutzler sind nur einige von ihnen. Die Wissenschaftler Hans Mayer und Ernst Bloch haben sich zu vehement für freies Denken und eine offene Sprache eingesetzt. Zwar werden sie nicht verhaftet, dazu sind sie international zu bekannt, sie kehren »freiwillig« in die Bundesrepublik zurück. Diese Personen wollte Erich Loest, stellvertretend für andere Opfer der Karl-Marx-Universität, auf einem Gemälde gewürdigt wissen. Es sollte seinen Platz im neuen Gebäude der heutigen Freien Universität Leipzig finden. Dort hing bereits die großformatige Arbeit des Leipziger Malers Werner Tübke, »Arbeiterklasse und Intelligenz«, dereinst von der SED in Auftrag gegeben. Sie huldigt nicht nur studentischer Jugend, sondern SED-Funktionären, parteistrammen Professoren und obendrein Paul Fröhlich, einem Schergen und Täter. Doch die Universität sträubte sich lang gegen Erich Loests Intention, die Opfer zu würdigen. Linde Rotta erinnert mit Ihrem Text zudem an das Arbeitsmotto Erich Loests: »Eine Geschichte, die nicht aufgeschrieben wird, existiert nicht.«

Produktspezifikationen

Autor
Linde Rotta
Format
gebundene Ausgabe
Sprachfassung
Deutsch
Seiten
244
Erscheinungsdatum
2026-02-12
Verlag
Gans Verlag

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Artikelnummer m0000S8QS2
EAN 9783946392675
GTIN 09783946392675

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